Aus bestimmten Informationen kann man oft auf Größen schließen, die nicht direkt, aber indirekt vorliegen.
Wenn bekannt ist, dass ein Auto konstant mit einer Geschwindigkeit von \(v = 120\,\frac{\text{km}}{\text{h}}\) über einen Zeitraum von \(t = 3\,\text{h}\) fährt, kann man daraus auf den zurückgelegten Weg in dieser Zeit schließen: \(s = v \cdot t = 120\,\frac{\text{km}}{\text{h}} \cdot 3\,\text{h} = 360\,\text{km}\).
Aus den beiden Größen Geschwindigkeit und Zeit wurde also die dritte Größe Strecke rekonstruiert.
Geometrische Rekonstruktion

Im Geschwindigkeits-Zeit-Diagramm ist eine konstante Geschwindigkeit einfach eine Parallele zur \(x\)-Achse. Markiert sind hier die Stunden 2 bis 5, also ein dreistündiger Zeitraum.
Geometrisch kann man die Rechnung im obigen Beispiel deuten als den Flächeninhalt des Rechtecks, das von den Geraden \(x = 2\), \(x = 5\), der \(x\)-Achse und dem Graphen der Funktion \(v\) gebildet wird: Die eine Seite ist \(3\,\text{h}\) lang, die andere \(120\,\frac{\text{km}}{\text{h}}\) lang, der Flächeninhalt beträgt \(360\,\text{km}\).